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WhoZnext möchte Kinder und Jugendlich in Bewegung setzen

Sportvereine, Gemeinde- und Bürgerhäuser sowie Schulen versuchen mit aller Macht, leider jedoch häufig ohne Erfolg, Jugendliche zu regelmäßigem Sporttreiben zu animieren. Die landesweite Kampagne WhoZnext soll Jugendliche dazu bringen, sich wieder mehr zu bewegen, indem man sie entsprechende Aktivitäten selbst organisieren lässt.

Jugendliche bewegen sich zu wenig und beteiligen sich häufig kaum an der Organisation von Veranstaltungen in ihrer eigenen Sportart. Das veranlasste das Niederländische Institut für Sport und Bewegung (www.nisb.nl) vor drei Jahren dazu, die Kampagne WhoZnext – Wer ist der nächste? ins Leben zu rufen. WhoZnext bezweckt nicht nur, Jugendliche zu mehr sportlicher Betätigung zu bewegen, sondern möchte sie darüber hinaus stärker in die Organisation und Durchführung der Sportaktivitäten einbinden. Denn, davon ist der Projektleiter Heino van Groeningen überzeugt, je mehr die Jugendlichen über das Sportangebot mitbestimmen können, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie es auch nutzen.

Kampagne

WhoZnext will mithilfe einer landesweiten Kampagne Jugendliche herausfordern, ihre Ideen über Sport in Taten umzusetzen. Das NISB unterstützt die Initiativen der dazu gegründeten Teams mit der Verbreitung von Postern in Diskos und Schulen, dem Verteilen von Informationsmaterial und einer interaktiven Webseite whoZnext.nl. Zu Beginn wurden die Jugendlichen mit einem ansprechenden Kinowerbespot auf die Kampagne aufmerksam gemacht. Überdies fanden im letzten Jahr mit den WhoZnext-Action-Games drei regionale Veranstaltungen statt, die von Jugendlichen organisiert wurden. Das nationale Kampagneteam stand ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite.

WhoZnext-Teams

Die eigentliche Arbeit jedoch wird von den WhoZnext-Teams erledigt. WhoZnext-Teams sind Gruppen Jugendlicher, die verschiedenste (Sport- und Werbe-)Aktivitäten organisieren. Damit sie diese Aufgaben gut bewältigen können, werden sie von dem NISB entsprechend geschult und erhalten verschiedene Broschüren und Hilfsmittel. Inzwischen sind etwa eintausend Jugendliche in 108 Teams aktiv. Der Behauptung, dass Jugendliche sich nicht an der Organisation eigener Sportaktivitäten beteiligen möchten, widerspricht Van Groeningen entschieden. Die Jugendlichen sagen übrigens selbst: „Das Gute an WhoZnext ist, dass man die Dinge organisieren kann, die einem selbst Spaß machen. Möchte man eine Skatebahn, sucht man einen Sponsor und baut sie. Wenn man ein Fußballturnier mitten in der Stadt organisieren möchte, erstellt man mit seinem Team einen gut fundierten Plan, regelt alles Organisatorische und organisiert schließlich das Turnier“, sagt der 15jährige Barry van Veen (WhoZnext-Team Alphen aan den Rijn).

Ein Team erhält für die Aktivitäten gewisse finanzielle Mittel und wird von einem Erwachsenen betreut. Dabei kann es sich um einen Sportlehrer, Fußballtrainer oder Jugendsozialarbeiter handeln. „Wichtig ist, dass es jemand ist, der den Jugendlichen nahe steht und ihnen nicht vorschreibt, was sie tun müssen, sondern ihnen bei der Verwirklichung ihrer Ideen hilft“, erklärt Van Groeningen.

Dass Jugendliche und Erwachsene durchaus gut zusammenarbeiten können, hat das Projekt „Girl Power“ gezeigt. Sieben Mädels aus dem niederländischen Dwingeloo hielten die ruhigen Sommermonate nicht mehr aus und haben sich entschlossen, etwas für Alterskameraden in ihrer Gemeinde zu unternehmen. Gemeinsam mit den erwachsenen Mitgliedern des örtlichen Volleyballvereins gründeten sie einen Beachvolleyballclub. Nach einem erfolgreichen Jahr beschloss die Gemeinde, mehr Volleyballfelder einzurichten, unter anderem im Schwimmbad von Dwingeloo. Inzwischen hat der Beachvolleyballclub ein eigenes Clubhaus, in dem die Jugendlichen Wettkämpfe und Trainingslager organisieren.

Weitere information?
Besuchen Sie einfach die Webseite: www.whoznext.nl
Mail: mail@whoznext.nl
Tel: +31 (0)318 490 900